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SR500 Kurbelwelle

Überholung SR500 Kurbelwelle

Technische Unterlagen & Vermessung

Als erstes wird die Kurbelwelle gereinigt, vermessen und auf Rundlauf geprüft. Mit den technischen Unterlagen kann ich nun vergleichen wie breit die Kurbelwangen auf dem Papier und in Wirklichkeit sind. Damit erreiche ich dass die Kurbelwelle nach der Überholung nicht neu ausdistanziert werden muss, weil sich die Gesamtbreite nicht ändert. Steht mir die komplette Kurbelwelle samt Kolben und Kleinteilen zur Verfügung wiege ich alles aus und bestimme den Auswuchtfaktor.
  • Reinigung
  • Vermessung Einbaubreite & Rundlauf
  • (Auswiegen des Pleuels und der osz. Teile)
  • (Ermittlung Wuchtfaktor)
 

Zerlegen & Prüfen

Beim Zerlegen muss die Kurbelwelle penibel unter der Presse ausgerichtet werden, um einen guten Druckpunkt zu haben und die Kurbelwelle beim Zerlegen nicht zu beschädigen. An der Höhe der Abpresskraft lässt sich der Zustand des Pressitzes schon vorab bestimmen. Da sollten bei der SR Kurbelwelle mindestens 3.5 Tonnen auf der Uhr stehen. Weicht die Abpresskraft sehr ab messe ich zusätzlich die Altteile nach, um die Ursache für die geringe Abpresskraft zu finden.
  • Zerlegen
  • Inspektion Pressitz
  • Reinigen
 

Zusammenbau & Richten

Beim Zusammenbau der Kurbelwelle markiere ich als erstes den Hubzapfen um die Ölbohrung später in Deckung zu bringen, damit das untere Pleuellager nicht an Ölmangel stirbt (das wäre ein übler Fehler). Der einseitig eingepresste Hubzapfen wird penibel mit kleinen Prismensteinen ausgerichtet um ihn möglichst lotrecht einzupressen. Danach werden die Anlaufscheiben, das geölte Lager und das Pleuel aufgelegt. Mit zwei großen Prismensteinen wird nun die übrige Wange unter dem Pressenstempel positioniert und aufgepresst.Im letzten Arbeitsgang wird die Kurbelwelle zwischen Zentrierspitzen im Rundlaufprüfgerät aufgenommen. Mit Stativen werden dann die Messuhren über den Messebenen positioniert um den Rundlauf zu messen. Nun wird die Verdrehung der Wangen zueinander als erstes korrigiert um dann als nächstes den Rundlauf zu richten. Übliche zulässige Abweichungen sind max. 3/100 mm in den Messebenen. Je nach Zustand der Welle erreiche ich unter 1/100 Rundlaufgenauigkeit, was optimal für gleichmäßige Lagerbelastung und geringe Vibrationsanregung ist.Zum Richten benutze ich einen englischen THOR Kupferhammer, den Schraubstock, eine große Armaturenzange und zwei mittlere Montiereisen. Der THOR Kupferhammer hat sich sehr bewehrt, weil er im Gegensatz zu deutschen Pendants einen runden Kopf hat und wechselbare Schraubeinsätze besitzt.
  • Zusammenbau mit Austauschpleuel
  • Maßkontrolle
  • Richten der Kurbelwelle
  • Endkontrolle

ERLEDIGT!

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